matthias bitz - malerei und zeichnung
       
 
 

Projekt Übersicht

2008 bis 2012 - fotogene Malerei und Zeichnungen

In diesen Jahren lag die Faszination für mich darin, im Kopfe des Betrachters eine Seh-Illusion erscheinen zu lassen, indem ich Farbflecken und -verläufe in einer bestimmten Weise auf die Leinwand setzte oder Schraffuren auf ein Blatt Papier. Für die Verteilung des Malmaterials war die fotografische Vorlage maßgeblich, die zuvor intensiv digital überarbeitet worden war. Die eigentliche Kompositionsarbeit fand am Computer statt.
Es waren also nicht die Gegenstände an sich, die mir attraktiv erschienen, sondern ihre Erscheinung zu einem bestimmten Moment, in bestimmtem Licht. Man könnte also von gemalten Fotoplastiken sprechen.

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2013 - das Projekt "Kunsthalle"

Ab 2012 beschäftige ich mich mit dem Problem von Fläche und Raum, genauer gesagt mit der Wahrnehmung von Tafelbildern der Farbfeldmalerei und konkreter Kunst im Ausstellungsraum.
Für die praktische Überprüfung der schon lange bekannten Thesen Brian O`Doherty's u.a. habe ich einen Modellraum in Verbindung mit Fotografien genutzt. Das so gewonnene fotografische Material ließ sich ohne weiteres mit Fotos von Ausstellungsbesuchen zu einer Art permutativen Reihe kombinieren. Daraus entstand die Serie "Kunsthalle" aus schließlich sieben Bildpaaren.
Im Stile der bekannten "Gallery Shots", dokumentierten die Bilder eine fiktive, doch dem Kunstinteressenten wohl vertraute Welt, in der alle scheinbar ausgestellten Objekte Potenzial zum Kunstwerk entwickelten. Im Kern steht die Illusion einer "objektiven" Kunst, die ohne ihr Publikum in einem separierten Raum lebt.

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2014/2015 - das Projekt "MMK"

In der Folge begannen die farbigen Flächen einen Dialog mit dem Raum, er wurde zu einer Art Bühne. Der Raum selbst rückte in den Mittelpunkt meines Interesses. Er erschien mir als Symbol des kunsttheoretischen Diskurses der Exponate untereinander, aber auch mit dem Ausstellungsraum.

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2015 und 2017 - Neuinszenierungen

Ich begann, auf meiner "Bühne" Klassiker der sog. gegenstandslosen Kunst zu inszenieren. Aus den fiktiven Bildräumen Kandinskys oder gedachten Plastiken Magnellis etwa wurden konkrete Bildräume - in der Fiktion des Modells.
Die den Betrachter ausschließende Bühne wurde mit einem Male Symbol unserer zeitlichen Distanz zu der Malerei vor knapp 100 Jahren. Diese Inszenierungen fanden ihren Niederschlag nicht nur in der Malerei, sondern 2016 auch in einem Fotobuch in limiterter Auflage.

Die Verwendung eins Modellraums hat den Vorteil, dass Lichtregie und Raumform frei von störenden Einflüssen sind, mit denen ein Künstler im wirklich begehbaren Environment zu kämpfen hat. Damit entsteht natürlich das Dilemma, von dem alle Raumkünstler betroffen sind, nämlich dass nach dem Ende der Inszenierung die Bühne leer ist und von der Kunst nur die bildliche Dokumentation bleibt.
Ich habe daher 2017 den Versuch unternommen, den Aktionsraum der Formen auf wenige Zentimeter Tiefe zu reduzieren.
So entstand eine Serie von zehn Maquetten für Wandplastiken im Maßstab 1:10 .

2018 fand das Projekt seine Fortsetzung in der Inszenierung des Raumes selbst- die Rhythmisierung des Raumes mittels Flächen oder Licht.

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2016/2017 - Das Projekt "Die Form der Farbe"

Mit diesem Projekt, dass sich aus dem Goldegger Triptychon "Konstruierte Räume" heraus entwickelte, wurde die Malfarbe selbst Bildgegenstand. Die Grundlage der vier Kompositionen waren Fotos von Pinselstrichen und unscharfe Aufnahmen ohne abbildenden Charakter.

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